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Einführung
Dieser Artikel zeigt, wie Vorgangszeiten (und optional Spesen) aus TIME4 in die PASST‑Nachkalkulation übergeben werden – inkl. Lohnarten‑Abgleich, Pausen/Rundung, Offset‑Zeitraum und Kontrollspalten in PASST.
Pflicht‑Einstellungen in TIME4
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Berechnung → Berechnungsregeln → Nachkalkulation
- Berechnungsart „Nachkalkulation“ nutzen.
- Ergebnis‑Lohnart (z. B. 001) setzen → ID muss identisch zu PASST sein.
- Spesen übergeben (optional) aktivieren, wenn gewünscht. (Werteabgleich siehe unten.)
- Zeitdaten für die Berechnung: Falls benötigt, „abweichende Lohnart aus Tätigkeit“ aktivieren (z. B. Notdienst‑Zuschlag).
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Genehmigung & Zeitraum: Standard ist genehmigt bis Vortag.
- In der Praxis ist „bis aktueller Tag“ häufig sinnvoll, um verzögerte Sichtbarkeit zu vermeiden.
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Pausen/Rundungen: Pausen‑Ermittlung konsistent zu den übrigen Regeln halten.
- Für interne Kosten bevorzugt ohne Rundung arbeiten (exakte Istzeiten) – andernfalls Rundungen bewusst spiegeln.
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Tätigkeiten (optional)
- An Tätigkeit eine abweichende Lohnart pflegen (z. B. Notdienst), wenn diese in PASST gesondert bewertet werden soll.
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Spesenarten
- In TIME4 Lohnart und Betrag hinterlegen (zwingend u. a. für Lohnexport). Für PASST die Beträge zwischen TIME4 und PASST abgleichen; projektspezifisch prüfen, ob PASST den TIME4‑Betrag übernimmt oder seinen festen Wert nutzt.
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Import/Export → PASST‑Nachkalkulation
- Nachkalkulations‑Export aktivieren, Authentifizierung für PASST, Offset‑Beginndatum (ab wann übertragen) und – falls gewünscht – nicht genehmigte Daten aktivieren.
Relevante Einstellungen in PASST (prüfend)
- Lohnarten: In PASST die gleiche ID wie in TIME4 anlegen (z. B. 001 ↔ 001).
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Stundenbewertung: Standardmäßig stammt der Nettostundenlohn aus Stammdaten → Mitarbeiter (Stundenlohn netto).
- In seltenen Setups kommt er aus Kostenstelle/Kalkulationsgruppe.
- Keine historischen Mitarbeiter‑Löhne: PASST verwendet bei Nachübernahmen stets den aktuellen Nettolohn – Rückrechnungen können dadurch von früheren Ausweisungen abweichen.
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Nachvollziehbarkeit: In Lohnscheinen die Spalte „Übernahmedatum/‑zeit aus TIME4“ einblenden
- Zeigt wann der Datensatz aus TIME4 kam
- Manuelle Änderungen bleiben möglich.
Schritt‑für‑Schritt (Test)
- In TIME4 Ergebnis‑Lohnart & Regeln setzen
- In Import/Export Nachkalkulation aktivieren und Offset‑Datum definieren
- Test‑Vorgangszeit buchen und genehmigen (je nach Regel)
- In PASST‑Nachkalkulation prüfen; Übernahmedatum‑Spalte einblenden.
Häufige Fehlerbilder & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Abweichende Werte in PASST | Pausen/Rundungen uneinheitlich | Regeln vereinheitlichen; intern ggf. ohne Rundung. |
| „Falscher“ Stundensatz | PASST nutzt aktuellen Nettolohn (keine Historie) | Rückrechnungen beachten. |
| Spesenbetrag weicht ab | Unterschiedliche Werte TIME4↔PASST | Beträge angleichen; prüfen, ob PASST eigenen Festwert zieht. |
| Nichts wird übertragen | Export/Offset/Authentifizierung nicht aktiv | Export aktivieren, Offset‑Datum und Auth prüfen. |